Ok, bevor wir zu den unerfreulichen Tatsachen kommen, halten wir erstmal einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Wochen.
Da man recht frühzeitig beschloss, den VfL in das Trainingslager nach Greetsiel zu begleiten, buchten wir ein nettes kleines Häuschen mit Sauna.
Sonja sei Dank ein echtes Luxushäuschen, aber mit steigendem Alter nimmt auch das Komfortbedürfnis zu.
Die FS Truppe und Caramba-Stahlkinho charterten 2 weitere Häuschen, und Abordnung 3 sollte am letzten Wochenende noch in einem Hotel übernachten.
Gut, dass eine Sauna im Haus vorhanden war, tangierte mich persönlich bei Außentemperaturen von über 30 Grad eher weniger, aber Marco hatte seinen Spaß und verwirrte den Verkäufer einer örtlichen Drogerie mit der Frage nach Fichtennadelöl im Hochsommer.
Greetsiel ist ein lustiges kleines Dörfchen, was neben einer netten kleinen Altstadt und einer Menge Restaurants zum Abfanger der Rentner-Touris auch eine kleine Kneipe bieten kann: Den Hafenkieker.
Dieser wurde alsbald zum offiziellen Treffpunkt und VfL-Fanheim umfunktioniert, mit einer rauschenden blau-weißen Nacht und diversen ortsansässigen Getränken.
Bei unserer Abreise vermeldete die Kneipen-Crew, dass so viel Friesengeist in 7 Tagen verkauft wurde, wie sonst das ganze Jahr nicht.
Die örtliche Wirtschaft wurde jedenfalls tatkräftig angekurbelt, und so bedankte man sich auf seine Weise beim Dorf Greetsiel, welches uns sehr gastfreundlich entgegenkam.
Großes Lob auch an den Platzwart. Im Gegensatz zu den Testspielplätzen in Firrel und Norden, hatten die Jungs zum trainieren einen wahren Teppich.
In den kommenden Tagen soll noch eine etwas ausführlichere Zusammenfassung aller Ereignisse im TL Greetsiel Sommer 2010 folgen.
Kommen wir nun zu den aktuellen Ereignissen.
Oder besser nicht, der Sonntag schlägt uns immer noch auf den Magen.
Selten vernahm man im 9er Bulli auf der Rückfahrt eine solche Unlust auf die kommende Saison, wie nach dem bitteren Pokalaus gegen Offenbach.
Ein im übrigen vollkommen verdientes Pokalaus, ohne wenn und aber.
Man könnte jetzt die üblichen Phrasen ala “Es gibt noch viel zu tun” etc dreschen, aber wer glaubt nach der letzten Saison schon daran?
Und die neue Saison steht auch jetzt schon unter keinem besonders guten Stern, gerade in fantechnischer Hinsicht.
Nach der Platzerstürmung im letzten Heimspiel gegen Hannover, verdonnerte uns der DFB zu einer Sperrung der Ostkurve.
Diverse Stadionverbote haben wohl schon ihr Ziel gefunden und werden den ein oder anderen für die nächste Zeit vom Fussball ausschließen.
Man braucht nicht darüber zu diskutieren, dass dort gegen Regeln verstoßen wurde und manch einer überreagiert hat.
Die in diversen Medien kolportierten “schlimmen” Ausschreitungen waren der enttäuschende Saison und dem schlimmen letzten Spiel geschuldet, wo es mal wieder um alles ging, und es versaut wurde.
Das einigen Leuten da eine Sicherung durchbrennt, kann man zumindest nachvollziehen, ohne es gutheißen zu müssen.
Jeder geht mit solchen Situationen anders um.
Sei es wie es sei, der VfL wird also diesmal die Unterstützung aus der Westkurve bekommen, wo die OK´ler gegen 60 hinverbannt wurden.
Unser Block A ist von der Sperrung glücklicherweise nicht betroffen und wird zum Auftakt versuchen ein Zeichen zu setzen, um den Jungs nochmal klar zu machen, dass man Kampf, Wille und Leidenschaft erwartet.
Gemeinsam muss man die Dinge und Aufgaben anpacken, nur so kann es gehen!
Auch wir Fans bringen in dieser Liga 2 Opfer, man bedenke nur die Anstoßzeiten.
Zum guten Abschluß noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache:
In der letzten Saison konnten sich die aktive Fanclubs im Block A über eine Menge Spenden für die Choreographien freuen, und wir hoffen, dass es euch genauso viel Spaß gemacht hat, auch wenn die Ergebnisse auf dem Rasen oftmals zu wünschen übrig ließen.
Auch in der kommenden Saison werden wir versuchen, über unseren Infostand Geld zu sammeln, um weitere Aktionen finanzieren zu können.
Da wir natürlich nicht nur von Spenden leben wollen, wird es wieder Schals, Polos und weitere Materialien zu erwerben geben, um die Unkosten zu decken. Die Erlöse fließen zu 100% wieder in neue Aktionen.
Aber auch personell ist Unterstützung gern gesehen.
Sei es bei der tatkräftigen Mithilfe, oder einfach nur mit kreativen Ideen.
Zu einem kleinen Plausch am Infostand oder im Block A sind wir natürlich immer bereit.
Lasst uns gemeinsam das Projekt Block A und den Aufstieg 2010/2011 realisieren!